Blog Serie: Verschiedene Arbeitszeitmodelle einfach erklärt, TEIL 2

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Teil 2: Gleitzeit, Funktionszeit und vieles mehr

Während sich der erste Teil unserer Blog-Serie vor allem auf traditionellere Arbeitszeitsysteme konzentriert, wollen wir im folgenden Beitrag näher auf innovative Ansätze und Kombinationen der beiden Modelle eingehen.

Das Gleitzeit-Modell

Während im traditionellen Vollzeitmodell (https://www.sheepblue.com/blog-serie-verschiedene-arbeitszeitmodelle-einfach-erklaert/) den Mitarbeitern aufgrund der klar vorgegebenen Arbeitszeiten nur wenig Flexibilität ermöglicht wird, bietet Gleitzeit hierfür eine effiziente Lösung. Dabei besteht der Arbeitsalltag aus einer festgeschriebenen Kernarbeitszeit und Gleitzeitphasen, in welchen die Anwesenheit frei gewählt werden kann. Gleitzeit-Arbeitsmodelle sind besonders im Bürobetrieb weit verbreitet und ermöglichen eine Mitgestaltung der Arbeitszeit durch die Arbeitnehmer. Arbeitgeber können durch das Festsetzen der Kernarbeitszeiten den stetigen Betrieb sicherstellen und zusätzlich Raum für Selbstbestimmung bieten. Besonders im Gleitzeit-Modell wird zudem häufig von der monatlichen Arbeitszeitrechnung Gebrauch gemacht. Durch die Möglichkeit, sich Stunden über den gesamten Monat hinweg einteilen zu können, bietet sich Mitarbeitern die Gelegenheit, Ihren Arbeitsalltag individuell an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Arbeiten mit Funktionszeiten

Der Einsatz von Funktionszeiten kann als eine Variation des Gleitzeit-Modells angesehen werden. Hierbei steht die Leistungsfähigkeit der entsprechenden Funktionseinheit oder Abteilung im Vordergrund, wodurch ein produktiver Betrieb sichergestellt werden soll. Hierbei ist es besonders wichtig, dass Aufgabenbereiche klar definiert werden und Zuständigkeiten an Gruppen verteilt werden. Je nach Definition des Funktionsbereichs bietet dieses Modell eine effiziente Lösung für Dienstleistungserbringungen aber auch Produktionstätigkeiten.

Die Vertrauensarbeitszeit

Um ein möglichst hohes Ausmaß an Flexibilität und Autonomie für die Mitarbeiter sicherzustellen bietet sich die Option, von dem Modell der Vertrauensarbeitszeit Gebrauch zu machen. Dabei orientiert sich die Überprüfung der Arbeitsleistung an vorab vereinbarten Zielen. Die Einhaltung der vertraglich festgelegten Arbeitsstunden liegt somit in der Verantwortung des Mitarbeiters. Dieses Modell entfernt sich von den ursprünglichen Kontrollmechanismen und appelliert somit an die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und das Vertrauen der Vorgesetzten. Obwohl dieses Arbeitszeitmodell für Arbeitnehmer eine besonders hohe Flexibilität sicherstellt ist Vertrauensarbeitszeit nicht für alle Industrien geeignet. Durch den enormen Planungsaufwand und die fehlende Kontrolle ist ein stetiger Betrieb nicht garantiert, was beispielsweise in der Produktion zu massiven Einbußen führen kann. Besonders kreative Tätigkeiten, Mitarbeiter im Homeoffice oder Jobs mit nur schwer planbaren Arbeitszeiten können jedoch von diesem Modell sehr profitieren.

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